Komplementärmedizin

Manuelle Medizin

Handgriffe lösen Schmerzen

Bei Rücken-, Nacken- und Muskelschmerzen, Hexenschuss, Ischias.

Die Manuelle Medizin ist eine anerkannte Behandlungsmethode und hat ihren festen Platz in der Schulmedizin. In der Schweiz haben über 1000 Ärzte eine dreijährige, berufsbegleitende Ausbildung abgeschlossen und wenden diese schonende Behandlungstechnik mit grossem Erfolg an. Diese Ausbildung können nur Ärzte absolvieren. Die Bezeichnung «Arzt für Manuelle Medizin» ist durch die Schweizerische Ärztegesellschaft FMH offiziell anerkannt und geschützt.

Anwendungsbereiche

Manuelle Medizin wird vor allem bei Rücken-, Gelenk- und Muskelschmerzen eingesetzt. Beschwerden also, die durch Fehlbelastungen, Unfälle oder Krankeiten entstehen. Mit gezielten Handgriffen stellt der auf Manuelle Medizin spezialisierte Arzt die Beweglichkeit von Wirbelsäule und Gelenken wieder her.

Manuelle Medizin löst Blockierungen sowie muskuläre Verspannungen, sie korrigiert gestörte Gelenkfunktionen und kann so die Schmerzen lindern. Genauso wichtig wie die Therapie ist das anschliessende Aufbauprogramm. Um Rückfälle zu vermeiden, erstellt der Arzt individuelle Rehabilitations- und Trainingsprogramme.

Die Manuelle Medizin ist eine Methode, die sich auf drei Säulen stützt:

  • Untersuchung/Diagnose
  • Behandlung
  • Rehabilitation/Training

Die Manuelle Medizin bedient sich einfacher Mittel und kommt meistens ohne Spritze oder Medikamente aus. Der ausgebildete Arzt legt selber Hand an. Mit kurzen, raschen oder sich wiederholenden, langsamen Bewegungen übt er mit minimalem Kraftaufwand Druck oder Zug auf Wirbel und/oder Gelenke aus. Die dosierten Handgriffe lösen manchmal ein hörbares Knacken aus.

Klinische Studien, welche die therapeutische Effizienz der manuellen Therapie mit herkömmlichen Verfahren vergleichen, zeigen, dass die manuelle Therapie nicht nur bei der Behandlung von akuten, sondern auch bei chronischen Schmerzsyndromen der Wirbelsäule anderen Verfahren überlegen ist.